Ladesäulen, Sicherheit und weiße Flecken
| Anlass | Carstens eigenes Papier |
| Stand | Skizze, liegt |
Der Anlass
Zwei Dinge treffen an derselben Stelle zusammen. Die Ladeinfrastruktur ist ungleich verteilt, im ländlichen Raum gibt es weiße Flecken. Und viele Ladeplätze liegen schlecht beleuchtet abseits der belebten Bereiche, etwa auf eigenen Flächen an der Autobahn statt direkt an der Tankstelle.
Die Idee
Zwei Sicherheitsstufen. Stufe 1 gilt für jeden öffentlichen Ladepunkt: gleichmäßige Beleuchtung auch nachts, freie Sichtachsen ohne hohe Hecken, ein klar sichtbarer Weg zum Notruf und regelmäßige Wartung. Stufe 2 kommt an Standorten mit erhöhtem Risiko dazu, also an abgelegenen Schnellladepunkten und dort, wo es bereits Vorfälle gab: Videoüberwachung mit begrenzter Speicherdauer, Notrufsäulen oder eine Zufahrtskontrolle.
Das Ziel
Dass Laden zu jeder Tages- und Nachtzeit möglich ist, ohne dass jemand abwägen muss, ob er sich das an diesem Ort traut. Carsten trennt dabei sauber zwischen zwei Dingen: dem messbaren Schaden durch Kabeldiebstahl und Vandalismus und dem subjektiven Sicherheitsgefühl, das über die Akzeptanz entscheidet. Das zweite hält er für das wichtigere.
Wie es steht
Das ist die kürzeste der sieben Skizzen und zugleich die, die am schnellsten zu einem Antrag werden könnte, weil der Vorschlag konkret und abgegrenzt ist. Zwei Stufen, klare Kriterien, und Stufe 1 kostet fast nichts: Licht, freie Sicht, eine sichtbare Notrufnummer, Wartung.
Der Gedanke dahinter ist der eigentliche Beitrag. Ladeinfrastruktur wird sonst über Zahlen diskutiert, über Punkte je Einwohner. Hier steht die Frage, ob jemand nachts allein dort stehen möchte, und die entscheidet mit darüber, ob die Punkte genutzt werden.
Quelle: Ordner 2608, Praktikum Carsten und Gero